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Französischer Groschen verblüfft Archäologen

Foto: burgasmuseums.bg

Bei Ausgrabungen in der mittelalterlichen bulgarischen Stadt Rusokastro ist ein neuer wertvoller Fund ans Licht gekommen. Bei der Erkundung der monumentalen Festungsmauer stießen die Archäologen auf einen silbernen Groschen (Tornese), der im Königreich Frankreich geprägt wurde.

Ein kleiner Teil der Münze fehlt, aber gerade in diesem fehlenden Teil ist das Detail vorhanden, aus dem hervorgeht, welcher Herrscher sie geprägt hat, berichtete das Regionale Historische Museum in Burgas. Die Gelehrten sind sich nicht sicher, ob es sich um König Ludwig IX. oder König Ludwig X. handelt, aber sie sind sich sicher, dass solche Münzen für den Balkan äußerst selten sind.

Der Fund wirft die Frage nach den dynamischen Abläufen der Handelsprozesse während des Mittelalters auf dem östlichen Balkan auf. Offenbar haben die Menschen in der Region damals auch französische Silbermünzen verwendet. Die andere Erklärung für das Vorhandensein dieser Münze in Rusokastro wird mit dem direkten Zugang von Besuchern oder Einwohnern der Stadt zu französischem Silbergeld in Zusammenhang gebracht.

Die Ausgrabungen in der mittelalterlichen bulgarischen Stadt Rusokastro werden vom Regionalen Geschichtsmuseum in Burgas durchgeführt und von der Gemeinde Kameno und dem Kulturministerium finanziert.



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