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Die Magie von „Tristan und Isolde“ auf der Bühne der Sofioter Oper

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Foto: BTA

Sehr große schauspielerische Qualitäten zusammen mit Gesangstalent – das verlangt von den Künstlern das Schaffen von Wagner ab. Nach der Inszenierung des „Rings des Nibelungen“ sind die Artisten der Sofioter Oper auch bestens damit vertraut. Nun hatte gestern ein weiteres Wagner Werk seine Prämiere in Sofia – „Tristan und Isolde“.

Mit diesem Werk wollte der Komponist dem höchsten Impuls des Lebens einen Ausdruck verleihen – der Überzeugung, dass nur durch die Liebe, man zu sich selbst finden kann“, berichtet der Regisseur Plamen Kartalow. Der Sprach- und Stilistik-Berater der Inszenierung ist der Deutsche Richard Trimborn. Zwei sind die Dirigenten der Inszenierung – der Bulgare Welisar Genschew und der Deutsche Constantin Trinks, der dem bulgarischen Publikum bereits seit 2009 bekannt ist.

Die Sopranistin Zwetana Bandalowska, die die Rolle von Isolde übernommen hat, ist von der Arbeit mit dem Dirigenten aus Deutschland begeistert. „Das Vertrauen zwischen dem Dirigenten und dem Sänger ist sehr wichtig“, meint sie und weiter: „Für mich ist „Tristan und Isolde“ die Emanation der Opernkunst, weil darin das Geheimnis der menschlichen Seele verborgen ist. Am Ende geht Isolde in eine andere Welt – mit anderem Licht, mit anderen Wesen. Der Künstler muss in der Lage sein, all das auch zu erleben und wiederzugeben.

Foto: BGNES
Schwierig und gleichzeitig interessant findet diese Oper auch Mariana Zwetkowa, die ebenfalls Isolde spielt: „Diese Rolle ist mein Traum schon seit der Schulzeit gewesen“, sagte sie. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich nun die Möglichkeit bekommen habe, ihn zu realisieren. Das Werk versetzt uns in einer echten Welt des Liebeszaubers. Für mich ist das die achte Rolle in einem Werk von Wagner, offensichtlich mag ich ihn sehr.




Für die Wagner-Vorführungen kommen auch Gäste aus den Wagner-Gesellschaften in Deutschland. Der Intendant der Oper in Sofia, Plamen Kartalow berichtete, dass er absichtlich das Repertoire des Hauses erweitern will und neben italienische, russische und französische Komponisten, auch deutsche darin aufnehmen will. „Die nächste Herausforderung für uns wird Wagner nach Deutschland zu bringen, woran wir bereits arbeiten“, sagte er. „Mitte September werden wir im wunderschönen Theater in Füssen, im Herzen Bayerns auftreten.“

Übersetzung: Milkana Dehler



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