2014 war ein storchenreiches Jahr. Das versicherte uns Dr. Christina Klissurowa von der Tierhilfe der Vereinigung „Grüner Balkan“ in der mittelbulgarischen Stadt Stara Sagora. In das Zentrum wurden weitaus mehr hilfsbedürftige Vögel als in anderen Jahren eingeliefert.
„Die erste Hälfte des Jahres 2014 war äußerst mild, was dazu führte, dass mehr Störche als gewöhnlich ausgebrütet wurden“, erzählt die Tiermedizinerin. „In Folge der starken Regenstürme und Hagelschläge im Sommer wurden etliche Nester zerstört und damit auch Jungtiere getötet. In unser Nothilfezentrum wurden Hunderte verletzte und aus den Nestern gefallene kleine Störche eingeliefert – etwa 50 Prozent mehr, als in anderen Jahren.“
Laut Freiwilligen, die sich an der 2014 begonnen Zählung der Weißstörche beteiligen, wurde im vergangenen Frühling zahlreicherer Nachwuchs bei den Störchen registriert, als üblich. In den Nestern wurden häufiger drei bis vier Jungtiere aufgezogen. Der lange und warme Herbst wiederum verleitete viele Vögel, sich dem Zug nach Süden nicht anzuschließen. Der Winter jedoch, der sich bereits von seiner harten Seit gezeigt hat, kann den Tieren gefährlich werden. Viele Menschen bekommen Mitleid mit den zurückgebliebenen Störchen und wollen ihnen irgendwie helfen. Dabei muss man aber einiges beachten, unterstreicht Dr. Christina Klissurowa und appelliert, die zurückgebliebenen Zugvögel nicht zu füttern!
„In etlichen Fällen versuchen die Menschen diesen Vögeln zu helfen, indem sie ihnen Nahrung zuwerfen“, erzählt die Tierärztin. „Das unerdrückt aber den Migrationstrieb der Vögel. Sie nisten meist in Ortschaften und haben sich an die Nähe zum Menschen gewöhnt. Sie ziehen nach Süden jedoch weniger wegen der niedrigen Temperaturen im Winter, als vielmehr wegen des Mangels an Nahrung. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Vögel, die in Bulgarien verblieben sind, aus nördlicheren Populationen stammen und bei ihrer Wanderung nach Süden hier noch genügend Nahrung und nicht zugefrorene Gewässer angetroffen haben.“
Sobald es aber wesentlich kälter wird und die Nahrung ausbleibt, würde das die Vögel zwingen, nach Süden weiterzufliegen, erläutert Dr. Klissurowa. Oft komme es auch vor, dass die Menschen die Störche ganz einfach mit dem Graureiher verwechseln, der jedoch in diesen Breiten überwintert. Von weitem betrachtet, würden größere Gruppen von Graureihern Störchen sehr ähneln.
Übersetzung und Redaktion: Wladimir WladimirowDie Östlichen Rhodopen sind einer der wenigen Orte in Europa, an denen das Gleichgewicht der Natur fast in den Zustand von vor zwei Jahrhunderten zurückversetzt worden ist. Hier funktionieren die Ökosysteme auf natürliche Weise. Mit anderen Worten:..
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