Auch dieses Jahr bot das Sofia Film Fest viele interessante Titel an. Das Event, das zu den größten in der Region gehört, wurde mit dem Film „Das Gericht“ des Regisseuren Stefan Komandarev eröffnet. Die gemeinsame Produktion von Bulgarien, Deutschland, Kroatien und Mazedonien wurde hoffnungsvoll erwartet, da der letzte Titel des Filmemachers - „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“ der bislang erfolgreichste bulgarische Streifen mit zahlreichen internationalen Preisen gewesen ist.
„Das Gericht“ berichtet über historische Begebenheiten aus der jüngeren Vergangenheit unseres Landes – über die Erschießungen von Flüchtlingen durch Grenzsoldaten an der südlichen Grenze des Landes. Der Film schlägt eine Brücke zwischen heute und damals und erzählt von Verbrechen, Vergeltung, Reue und Buße. Die hervorragende Schauspielleistung war unter anderem ein Grund, ihn mit dem Preis für besten bulgarischen Beitrag auszuzeichnen.
Was die bulgarischen Dokumentarfilme betrifft, waren sich sowohl die einheimischen, als auch die ausländischen Kritiker und Fachleute darüber einig, dass sie sich auf dem Weg nach oben befinden. Der Regisseur Swetoslaw Draganow bekam ein Ehrendiplom für seinen Beitrag mit dem Titel „Ein fast wunderschönes Leben“ – eine Fortsetzung seines ersten Films, der 2001 gedreht wurde. „Das Thema über die kleinen Menschen, die nicht im Mittelpunkt der Öffentlichkeit stehen, hat mich immer interessiert“, berichtet der Autor. Die Hauptfiguren in seinem ersten Film waren eine Mutter mit ihren sieben Kindern. Die Fortsetzung ist drei ihrer Söhne gewidmet. Der eine ist Frisör geworden und träumt vom großen Preis eines Wettbewerbs. Der andere ist Mönch und der Dritte ist ein ehemaliger Fußballer, der sich als arbeitsloser Barkeeper durchschlägt. Unabhängig von ihrem schweren Schicksal sowohl als Kinder, als auch als Erwachsene, sind sie der Meinung, dass das Leben wunderschön ist. Der Film wurde mit dem Kritikerpreis sowie mit vielen anderen Preisen ausgezeichnet.
Der Publikumspreis ging an den Film „Die letzten Schwarzmeerpiraten“, der die Kinogänger massenweise begeisterte. Die Dokumentation führt uns zu einen der wenigen noch unberührten Orten an der bulgarischen Schwarzmeerküste, der von einer bunten Gesellschaft bewohnt wird. Die letzten Schwarzmeerpiraten suchen dort den Schatz von Waltschan Wojwoda (1775- 1863), da sie der festen Überzeugung sind, dass er dort versteckt sei und tun das mit viel Begeisterung und Humor, was sie sehr sympathisch macht. Ein Grund dafür ist sicher auch ihre langjährige Bekanntschaft mit den Autoren des Films, die an diesem Strand Urlaub machen. „Ich hoffe, dass der Film eine öffentliche Diskussion über die Zukunft dieses Ortes hervorrufen wird, da man zunächst auch hier neue Hotelanlagen bauen wollte“, berichtet der Regisseur.
Auch weitere bulgarische Dokumentarstreifen wurden mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, was ein gutes Zeichen für die Zukunft ist.
Übersetzung: Milkana Dehler
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