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Novellen des Sozialversicherungskodex zielen auf allmähliche Erhöhung der Renten ab

Die endgültige Variante des bulgarischen Rentenmodells sei fertig. Mit ihrer Verabschiedung werde die finanzielle Stabilität der staatlichen Sozialversicherung und die allmähliche Erhöhung der Renten erreicht.

Eine der Änderungen sieht die Erhöhung der Beitragsjahre vor. Sie sollen nach vier Jahren allmählich zu wachsen beginnen, sagt die Leiterin des Staatlichen Versicherungsinstituts Hristina Mitrewa.
„Ab 2015 werden die Beitragsjahre um 4 Monate jährlich wachsen, bis 37 Jahre für die Frauen und 40 Jahre für die Männer erreicht werden.“

Das Defizit im Rentenfonds ist in den letzten 10 Jahren um das 20-fache gestiegen und liegt gegenwärtig bei einer Milliarde Euro. Um dieser Tendenz entgegen zu wirken, wird der monatliche Rentenbeitrag um 1,8 Prozent erhöht und wird damit 17,8 Prozent erreichen. Das solle später das Defizit reduzieren.

„Falls die vorausgesetzten Parameter bis 2013 beibehalten werden und ab 2014 allmählich die Einkünfte und die Renten zu wachsen beginnen, könnte es 2017 im Rentenfonds kein Defizit mehr geben“, sagte Hristina Mitrewa weiter.

Die individuelle Rente auf Grund der Pflichtbeiträge sollte nach den Berechnungen 2025 65 Prozent der Einkünfte erreichen, die zur Berechnung der Rentenversicherung dienen. Die Novellen der Sozialversicherungsregeln stärken auch die Disziplin im System – insbesondere bei der Auszahlung verschiedener Entschädigungen. Die Entschädigungen für Schwangerschaft und Geburt werden über einen Zeitraum von 18 Monaten berechnet, statt der bisherigen 12 Monate. Die privaten Arbeitgeber erhöhen auf Wunsch der künftigen Mütter ihre Sozialbeiträge, ohne den Lohn zu erhöhen, damit sie vom Staat mehr Schwangerschaftsgeld während der Schwangerschaft und nach der Geburt erhalten.

Eine weitere Änderung gibt es für risikoreichere Berufe – Gruben- und Hüttenarbeiter, Chemiker usw. Ihr Rentenalter wird allmählich um 6 Monate ab dem 1. Januar 2015 steigen. Bei der schwersten Berufskategorie wird das Rentenalter für die Frauen bis auf 55 Jahre und für die Männer – bis 58 Jahre steigen. Bei der zweiten Kategorie wächst das Rentenalter bis 60 Jahre für die Frauen und 62 Jahre – für die Männer. Durch die Novellen des Rentenmodells werden die zusätzlichen Renten für die Risikoberufe zukünftig vom Staatlichen Versicherungsinstitut übernommen. Das sei wegen der niedrigen Profitabilität dieser Fonds erforderlich.

Daraus folge laut dem Minister für Arbeit und Sozialpolitik Totju Mladenow nur eins – dass das Schema der professionellen Rentenfonds durch Kapitalschemata falsch sei. „Nicht von ungefähr gibt es in keinem EU-Land professionelle Rentenfonds nach dem Kapitalprinzip. Und damit die Menschen ab dem 1. Januar, wenn sie diese niedrigen Renten bekommen, nicht protestieren, werden wir einfach das Modell korrigieren. So werden wir diesen 100.000 Menschen, die in den Berufen der 1. und 2. Berufsgruppe arbeiten, garantieren, dass sie würdige Renten bekommen werden“, sagte Minister Totju Mladenow.

Übersetzung: Vladimir Daskalov
По публикацията работи: Milka Dimitrowa


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